Annegret Heinold

Annegret Heinold hat Germanistik, Pädagogik und Naturwissenschaften in Hamburg studiert, ehe sie nach Portugal gezogen ist. Dort hat sie zwanzig Jahre lang ein Gästehaus und Seminarzentrum im Alentejo geleitet. Seit 2005 schreibt sie als freie Autorin Geschichten und Romane sowie Reisereportagen und Reisebücher und lebt abwechselnd in Nordportugal und Kanada.

An Portugal fasziniert sie die große Geschichte des kleinen Landes am Rande Europas, die genussvolle Esskultur und die Gelassenheit und Hilfsbereitschaft der Menschen. Kanada hingegen liebt sie wegen der grandiosen Natur, der Weite des Landes und der Großzügigkeit seiner Bewohner.

»Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt und Freunde hat«, antwortet sie, wenn sie mal wieder jemand fragt, wo ihre Heimat ist.

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Bei CONBOOK erschienen

Interview

Vollständiger Name: Annegret Erika Heinold

Warum sind Sie Autorin geworden?

Ich bin in einem »Bücherhaushalt« aufgewachsen. Ich hatte sogar schon als 5-Jährige ein Zeitschriften-Abo und habe mich jeden Monat auf meine Teddy gefreut. »Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt«, heißt es in einem arabischen Sprichwort. Damit ist perfekt ausgedrückt, was Bücher für mich bedeuten. Und Bücher und Schreiben gehören einfach zu meinem Leben.

Was empfinden Sie an Reisen als lohnenswert?

Etwas zu entdecken – das ist für mich ist das Schönste am Reisen. Reisen bereichert, es erweitert im wahrsten Sinne des Wortes den Horizont und baut so Vorurteile ab. Man entdeckt beim Reisen die verschiedenen Kulturen, und gleichzeitig wird einem klar, wie sehr sich unsere Bedürfnisse und Probleme weltweit gleichen.

Welcher ist für Sie der schönste Platz der Welt?

Es gibt so viele schöne Plätze! Das Spit in Homer Alaska gehört für mich dazu. Vancouver ist meine Lieblingsstadt. Und Lissabon im Abendlicht, wenn man von der Burg São João auf die Altstadt und den Tejo schaut – das hat schon etwas Magisches.

Welches kulturelle Missverständnis nagt immer noch an Ihnen?

Ich glaube, ich habe glücklicherweise ein bisschen was von einem Chamäleon, ich halte mich zurück und versuche mich anzupassen.

Haben Sie eine Erkenntnis, die Sie loswerden möchten?

Viele Menschen sind unglaublich hilfsbereit. Das merkt man in Situationen, wo etwas schiefgeht. Und ich bin immer wieder verblüfft und erfreut, wie viel Hilfe man bekommt, sogar von völlig Fremden.

Wohin geht Ihre Reise in der Zukunft?

Ich werde in diesem Sommer den Nootka Trail gehen, eine Woche an der Westküste von Vancouver Island. Außerdem möchte ich sehr gerne noch mal von Vancouver aus hoch nach Alaska fahren, mit viel Zeit zum notieren und skizzieren.

 

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© istockphoto.com/Alan Tobey

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