Büb Käzmann

Büb Käzmann

Büb Käzmann alias Markus Höffer-Mehlmer, Jahrgang 1958, hat als Jugendpfleger, Bildungsreferent, Hochschuldozent, Hausmann und Vater von Mit-Autorin Sara Mehlmer sowie ihrer Schwester Eva gearbeitet. Er hat über Sozialpolitik und Sozialarbeit in Spanien promoviert und ist Mainzer mit Kölner Migrationshintergrund und langen Verbindungen zu Mexiko und Spanien. Inzwischen arbeitet er als Publizist und als Kabarettist in wechselnden Rollen als »einziges Ein-Mann-Kabarett-Kollektiv der Welt«.

Bei CONBOOK veröffentlicht

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Interview

Vollständiger Name: Büb Käzmann alias Markus Höffer-Mehlmer

Geboren: 1958 in Köln

Warum sind Sie Autor/in geworden?

Es macht mir Spaß zu schreiben oder, besser gesagt, es macht mir Spaß, geschrieben zu haben, einen eigenen Text vor mir zu haben, bei dem ich mit Form und Inhalt rundum zufrieden bin. Angeblich hat Michelangelo auf die Frage, wie er seine Skulpturen schaffe, geantwortet, er schlage alles weg, was nicht nach der Skulptur aussehe. So ist es auch mit dem idealen Text. Kein Wort zu viel und keins zu wenig. Hab' ich bis jetzt noch nicht hinbekommen.

Was empfinden Sie an Reisen als lohnenswert?

Ich liebe es, das Unbekannte zu entdecken, aber auch das Bekannte im Unbekannten zu finden, mich fremd zu fühlen und dann heimisch zu werden.

Welcher ist für Sie der schönste Platz der Welt?

Ich bin eher expressionistisch veranlagt: Wenn ich gut gelaunt bin, kann ich auch vom herben Charme einer Müllkippe begeistert sein. Deshalb gibt es für mich nicht nur einen, sondern einen ganzen Schwung schönster Plätze, dazu gehört unter anderem der Zócalo in Mérida bei Abendstimmung und der Blick auf die Pyramide von Chichén Itzá NACH dem Abstieg (als man sie noch besteigen durfte), den ich mit ziemlich frisch operiertem Knie gaaaanz langsam und ohne Unfall hinter mich gebracht habe.

An welcher Expedition hätten Sie gerne teilgenommen oder würden Sie gerne teilnehmen?

Fremde Völker mit Feuer und Schwert zum Christentum zu bekehren hätte mir wohl nicht so viel Spaß gemacht. Nach dem, was ich von ihm und seinen Reisen weiß, wäre ich gern mit dem Geografen und Ethnologen Karl Helbig in den 50er-, 60er- und 70er-Jahren durch Mittelamerika gereist.

Welches kulturelle Missverständnis nagt immer noch an Ihnen?

So richtig nagen tut keins, aber es gibt einige, an die ich immer wieder denke. Beispiel: Bei einer Studienreise mit Studenten musste ich von Mexiko Stadt aus ein Besichtigungs- und Besuchsprogramm in Yucatán vorbereiten. Eine mexikanische Kollegin hatte mir zwar gesagt, sie würde über ihre dortigen Kontakte etwas organisieren, doch so richtig setzen wollte ich auf diese eher nebenher gegebene Ankündigung nicht, vor allem, weil ich von einer gewissen mexikanischen Lässigkeit ausging. Als ich dann mit der Gruppe im Süden ankam, stand ich Trottel vor zwei Parallelprogrammen, meinem eigenen und einem rundum perfekten und lückenlosen, das die Kollegin über ihren Kontaktmann auf den Weg gebracht hatte.

Haben Sie eine Erkenntnis, die Sie loswerden möchten?

Ja, und das ist ein weiterer Grund, weshalb ich schreibe, aber ich habe auch einige Erkenntnisse, die ich für mich behalten möchte.

Wohin geht Ihre Reise in der Zukunft?

Nicht nur, aber auch nach Mexiko, das ich gerne mal per Fahrrad erreisen würde. Immerhin: Die Packliste dafür habe ich schon fertig.

Weitere Informationen

Alles zu Büb Käzmann, dem einzigen Ein-Mann-Kabarett-Kollektiv der Welt

www.bueb-kaezmann.de