Der gerupfte Kiwi - Neuseeland. Fast wie im richtigen Paradies

Falls, Allen

Aotearoa, wie der maoriphile Weltreisende Neuseeland fachmännisch gerne nennt, ist ein unbestritten schönes Land, das auf den ersten Blick tatsächlich wirklich einzigartig aussieht. Doch hält das Flair des kleinen Musterlandes am anderen Ende der Welt auch einer spontanen Nagelprobe stand? Was fördert wohl ein verschämter Blick unter den neuseeländischen Rasenteppich zutage?

Der lemmingartigen Begeisterung für das Land der Kiwis leicht überdrüssig, wagt Allen Falls einen kritischen, ironischen und sehr unterhaltsamen Blick auf Land und Leute, fördert dunkle Geheimnisse zutage und führt den Lesern eine Gesellschaft vor Augen, die viele unserer mühsam erarbeiteten wertdeutschen Errungenschaften so ganz und gar nicht nachvollziehen kann.

"Der gerupfte Kiwi" versteht sich als Episodenerzählung mit in sich weitgehend abgeschlossenen Kapiteln, die absichtlich immer wieder Fragen offen lassen und in lockerer Folge diverse Auffälligkeiten des neuseeländischen Lebens beschreiben.

Soviel sei an dieser Stelle schon verraten: Genaugenommen ist auf dieser Doppelinsel alles eine einzige große Auffälligkeit.

Allen Falls, Jahrgang 64, Sternkreiszeichen Jungfrau, aufgewachsen im konservativen Südwesten Deutschlands, lebt seit Erreichen des auch über den Wendekreis des Kehrichtbesens hinaus bekannten Schwabenalters in Neuseeland, irgendwo nördlich von Auckland, wo es nach seinen Angaben landschaftlich besonders schön sein soll.

Falls' Tätigkeit in seinem früheren Leben als Werbeschaffender zieht sich wie ein roter Faden durch sein berufliches Wirken und Werkeln in Deutschland, das jedoch von einem ausgesprochenen Zickzackkurs geprägt war und somit eine Menge hennagefärbten Garns verschlungen hat und immer noch verschlingt.

Er verließ Deutschland, weil alles, was über 25 Jahre Daueraufenthalt in D hinausgeht, seiner Meinung nach bereits ein Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, BTM §0815 Sedierende Stoffe, darstellt. Aber auch Neuseeland, sagt Falls, könne wie eine Droge wirken - eine er- und anregende jedoch - und stimuliere das Schreibzentrum im Kopf ungemein.

 
Daten

Erschienen: 01/2010
Originalausgabe, illustriert
320 Seiten, Broschur
Preis [D] € 12,95
Preis [A] € 13,40
Preis [CH] sFr. 22,90 (UVP)

ISBN 978-3-934918-49-8

Aktuelles
10.05.2010

Spiegel Online präsentiert China-Spezial

Auszüge aus "China, die türkise Couch und ich"

30.04.2010

Ein Muss für Rucksackreisende und furchtlose Abenteurer

Buchtipp "Fettnäpfchenführer Südafrika"

12.04.2010

crema lobt Fettnäpfchenführer Italien

Buchempfehlung im Magazin "for coffee-lovers"

Veranstaltungen / Termine
07.09.2010 20:00h  

Totgeliebt: Lesung in Soest

Unterhaltsam-nachdenklicher Lesungsabend