Françoise Hauser

Als Journalistin ist Françoise Hauser seit 25 Jahren immer wieder in China und anderen asiatischen Ländern unterwegs. Startschuss dieser lebenslangen Begeisterung war das Sinologie-Studium, das sie unter anderem für zwei Semester nach Nanjing in der Volksrepublik China und ein Semester nach Tainan in Taiwan führte. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst im Tourismus, genießt aber seit fast 15 Jahren die Freiheiten einer freien Journalistin und Autorin.

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Bei CONBOOK erschienen

Interview

Vollständiger Name: Heike Françoise Hauser  

Warum sind Sie Autor geworden?

Weil es mir gefällt, die Leser mit auf eine (mentale) Reise zu nehmen.

Was empfinden Sie an Reisen als lohnenswert?

Mich an anderen Kulturen zu reiben. Ich frage mich oft: Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich in China geboren wäre? Oder in Japan? Oder sonstwo auf der Welt? Und wäre ich ein anderer Mensch? Außerdem liebe ich fremde Sprachen.

Welcher ist für Sie der schönste Platz der Welt?

Den einen, allerbesten gibt es nicht. Aber ich finde auf fast jeder Reise einen tollen Ort, an dem ich gerne länger bleiben würde. Falls es nur um die Schönheit der Landschaft geht: Da gewinnt Neuseeland – auch wenn das jetzt nichts mit China zu tun hat ...

An welcher Expedition hätten Sie gerne teilgenommen oder würden Sie gerne teilnehmen?

An keiner: Ich finde Camping blöd und um die Zeltnächte kommt man wohl bei einer Expedition nicht herum. Früher habe ich davon geträumt, zusammen mit einer Freundin China per Motorrikscha (samt Fahrer) zu durchqueren. Wenn ich so darüber nachdenke ...  das klingt eigentlich immer noch gut!

Welches kulturelle Missverständnis nagt immer noch an Ihnen?

Eine komplett peinliche Geschäftsverhandlung in Indien noch zu meinen Tourismuszeiten. Ich habe damals das indische Kopfrollen als »Nein« missverstanden und mich in der Preisverhandlung praktisch selbst heruntergehandelt, obwohl der indische Veranstalter doch schon längst einverstanden war. Ein echter Klassiker!

Haben Sie eine Erkenntnis, die Sie loswerden möchten?

Im Daodejing, dem Grundlagenwerk des Daoismus, gibt es eine Passage, in der es sinngemäß heißt: Man muss nicht aus Haus gehen, um alles zu wissen, und nicht aus dem Fenster sehen, um den Grund der Dinge zu erkennen. Auf gewisse, verdreht Weise ist das richtig: Man kann vieles auch zuhause erkennen. Oder andersherum: Man kann so viel reisen, wie man will, wenn man nicht genau hinschaut und innehält, sieht man nichts.

Wohin geht Ihre Reise in der Zukunft?

Garantiert wieder nach Asien! Und wenn ich recht überlege ... auch auf die anderen Kontinente. Ohne Reisen – das geht gar nicht.

Weitere Informationen

Webseite der Autorin

Co-Autoren von Françoise Hauser

Volker Häring

Geboren im Nachrevolutionsjahr 1969 in der bayrischen Provinz, zog es Volker Häring nach dem Abitur in die weite Welt. Mitte der 1990er-Jahre studierte er in Peking Chinesisch und Theater und unterrichtete Deutsch am Goethe-Institut. Nach seiner Rückkehr in die Heimat gründete er 2001 den Spezialreiseveranstalter China By Bike und organisiert seitdem Rad- und Aktivreisen in China und Südostasien. Wenn er nicht gerade durch Asien radelt, lebt Häring als freier Journalist in Berlin und schreibt seit einigen Jahren regelmäßig für verschiedene Magazine, Wochen- und Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer China- und Asien-Reiseführer. Mit seiner Band Alptraum der Roten Kammer bringt er als Sänger und Gitarrist chinesische Rockklassiker auf deutsche Bühnen.

Gemeinsam geschrieben: China 151

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© istockphoto.com/Luciano Mortula

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»Zeit als Ziel«-Autor Oliver Lück liest am 20. November 2019 um 19 Uhr im Europahaus in Stuttgart.

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