Fritz Schumann

Fritz Schumann hat dem Dalai Lama die Hand geschüttelt, verrückte Erfinder und exzentrische Forscher in Tokyo interviewt und ein Buch über eine Insel & ihr Atomkraftwerk geschrieben. Das alles innerhalb von einem Jahr in Japan. Der gebürtige Berliner (*1987) arbeitete als Fotograf und Journalist in der deutschen Hauptstadt, bevor er im Sommer 2009 nach Tokyo zog. Bis heute reist er regelmäßig nach Japan, von wo aus er für deutsche und japanische Medien arbeitet. Unter www.fotografritzblog.de lassen sich seine aktuellen Reisen und Recherchen nachlesen.

2014 wurde Fritz Schumann für sein Multimediaprojekt »Im Tal der Puppen« mit dem Nachwuchspreis dpa news talent ausgezeichnet.

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Bei CONBOOK erschienen

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Interview

Vollständiger Name: Fritz Schumann

Geboren: 1987, Berlin

Warum sind Sie Autor/in geworden?

Autor wird man, wenn man einen Auftrag hat. Entweder seinen eigenen, oder von jemand anderem. In meinem Fall war es von jemand anderem. Aber der Grund warum ich schreibe, und auch der, warum ich fotografiere, ist folgender:

Ich kann nicht malen. Als Kind und als Jugendlicher hatte ich immer Ideen und Bilder im Kopf, die ich gerne mit anderen teilen wollte. Da ich nicht zeichnen kann, brauchte ich ein anderes Ventil und fing so mit dem Schreiben an. Erst fing ich damit an, meine Geschichten aufzuschreiben. Ich merkte aber schnell, dass jeder eine Geschichte zu erzählen hat. Deswegen bin ich wohl Journalist geworden: um meine, und die Geschichte von anderen Menschen zu erzählen.

Was empfinden Sie an Reisen als lohnenswert?

Die Menschen, die man kennenlernt – allen voran sich selbst.

Welcher ist für Sie der schönste Platz der Welt?

Dort wo mein Laptop steht, denn in ihm sind (mit Internet) alle meine Freunde, alle Erinnerung auf Fotos, alle Gefühle als Musik.

An welcher Expedition hätten Sie gerne teilgenommen oder würden Sie gerne teilnehmen?

Ich würde gern mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking reisen und die Freiheit haben, jederzeit anhalten zu können um die entfernten Ortschaften kennenzulernen.

Welches kulturelle Missverständnis nagt immer noch an Ihnen?

Dass ich bei einem Essen in Japan die Dekoration mitgegessen habe.

Haben Sie eine Erkenntnis, die Sie loswerden möchten?

Zum Glücklichsein brauche ich nur ein Zugticket ohne Ziel, meine Kamera und ein trockenes Handtuch.

Wohin geht Ihre Reise in der Zukunft?

In das exotische Land des Bachelors. Leider dauert die Visa-Prozedur einige Jahre.

Weitere Informationen

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© istockphoto.com/Mlenny

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