Joanna Sell

Joanna Sell ist zertifizierte interkulturelle Trainerin und Coach. Sie stammt aus Polen, wo sie in Schlesien und Krakau lebte, bevor sie im Jahr 2000 nach Deutschland kam. 2006 gründete sie ihr Unternehmen Intercultural Compass und spezialisierte sich auf die cross-kulturelle Sensibilisierung im europäischen Raum, insbesondere für Deutschland und Polen. Daneben unterrichtet sie an der Leibniz Universität in Hannover und an der Universität Hildesheim. In ihren Trainings zur polnischen Geschäftskultur legt sie den Fokus darauf, deutsche Geschäftsleute für kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu sensibilisieren, damit sie Synergiepotenziale entdecken und souverän mit ihren polnischen Geschäftspartnern kommunizieren.

Ihre Kenntnisse der kulturellen Besonderheiten in den verschiedenen europäischen Ländern verdankt Joanna Sell unter anderem einem Masterstudiengang European Studies wie auch dem Hochschulprogramm Interkultureller Trainer und Coach an der Friedrich-Schiller Universität in Jena. Diese fundierten Kenntnisse aus dem akademischen Bereich werden von ihrer Freude an persönlichen Kontakten mit Menschen aus anderen Kulturen bereichert. Als ehemalige Präsidentin der International Women’s Association of Hanover verfügt sie über Führungserfahrung in einem interkulturellen Team und viele praktische Beispiele für interkulturelle Alltagsbegegnungen. Inspiriert von ihrem ersten Studium der Kunstgeschichte an der Jagiellonen Universität in Krakau arbeitet sie zudem gerne mit visuellem Material und stellt die Hintergründe für die kulturelle Verankerung der Mentalität und Denkweise in Polen und Deutschland dar.

Privat verreist Joanna Sell gern und entdeckt europäische Kunstwerke. Aber auch die Kulturwelt weiterer Ecken der Erde übt auf sie eine magische Anziehungskraft aus. Sightseeing ist ihre größte Leidenschaft. Daneben liebt sie die Spontanität ihrer beiden Kinder und freut sich sehr, dass sie in einer multikulturellen Gesellschaft mehrsprachig aufwachsen dürfen und die Chance haben, zunächst Europa zu erkunden. Denn Joanna Sell gehörte selbst der polnischen »Generation des Reiseverbots« an. Last but not least tanzt sie sehr gern und mag Zeichnen, obwohl es ihr nicht wirklich gut gelingt.

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Bei CONBOOK erschienen

Interview

Vollständiger Name: Joanna Sell

Geburtsjahr und Geburtsort: 1976, Rybnik in Polen

Warum sind Sie Autorin geworden?

Ich liebe schreiben und jetzt möchte ich diese Leidenschaft ausleben und einen Teil meiner polnischen Kultur allen Interessierten näherbringen, damit sie sich bei Geschäftskontakten sicherer fühlen und souveräner auftreten. Mir liegt es am Herzen, dass die deutsch-polnischen Beziehungen nicht nur in der Politikarena weiterhin mit viel Optimismus und positiver Energie gestaltet werden, sondern auch im Geschäftsalltag und beim Aufbau der bilateralen Beziehungen allgemein. Mein Ziel ist es, dass sowohl die Teilnehmenden meiner interkulturellen Trainings wie auch die Leser des geplanten Buches davon profitieren können, mit fundiertem Knowhow, und vor allem mit Offenheit und Toleranz der polnischen Kultur zu begegnen.

Was empfinden Sie an Reisen als lohnenswert?

Jede einzelne Reise, mag es ein exotischer Aufenthalt in Asien, eine Rundreise an der Westküste der USA oder Afrika, ein Trip nach N.Y. oder Sightseeing in Europa sein, ist zugleich eine Reise zu mir selbst. Ich begegne anderen Menschen mit Neugier und Wissensdurst und entdecke ihre Welten zum gleichen Grad wie ich meine eigene innere Welt erkunde. Alle Reisen erwecken in mir aufs Neue Abenteuerlust und Freude. Sie geben mir auch Kraft und Energie, immer wieder ins kalte Wasser zu springen und mich auf neue Projekte einzulassen.

Welcher ist für Sie der schönste Platz der Welt?

Mein schönster Platz der Welt hat keine geografische Länge und Breite. Es ist jeder Ort dieser Erde, an dem ich Zeit mit liebenswerten Menschen verbringen kann. Eine schöne Zeit mit meiner Familie ist beispielsweise viel wichtiger als die Frage, wo wir gerade sind. Allerdings gibt es einige Wunder der Natur, bei deren Anblick mein Herz kurz stehengeblieben ist und die Zeit angehalten hat. Dazu gehören für mich die Turtle Bay auf Mauritius, der Antylope Canyon in den USA, die Phi Phi Islands in Thailand, die Algarve in Portugal und nicht zuletzt die Tatra-Gebirge in Polen. Nördlich der Tatra-Gebirge liegt auch meine Lieblingsstadt dieser Welt – Krakau, wo ich so häufig wie nur möglich hinfahre, um Energie zu tanken und einfach durch die engen Straßen zu schlendern.

An welcher Expedition hätten Sie gern teilgenommen oder würden Sie gerne teilnehmen?

In mir schlagen zwei Herzen – eins für die interkulturellen Themen und eins für Kunstgeschichte. Kein Wunder, dass ich nachts davon träume, an den Ausgrabungen in Ägypten oder Troja teilgenommen zu haben. In der Zukunft würde ich mich gern einer Expedition nach Südostasien anschließen. Diese Ecke der Welt ist mir unbekannt und gerade weil es für mich eine Art Tabula Rasa ist, fasziniert es mich.

Welches kulturelle Missverständnis nagt immer noch an Ihnen?

Eine heiße Diskussion zur Frage, ob Polen oder Deutschland eigentlich das Recht hat, auf Nicolas Copernicus als Landsmann stolz zu sein. Im Rückblick muss ich mit Augenzwinkern zugeben, dass es ein konstruktives Erlebnis war, welches im Buch über die Geschäftskultur in Polen Früchte tragen wird.

Haben Sie eine Erkenntnis, die Sie loswerden möchten?

Meine Erkenntnis ist zugleich mein »goldenes Rezept« für den Erfolg interkultureller Beziehungen. Es hat wenig mit den Do’s and Dont’s zu tun, sondern mit einem positiven Menschenbild. Damit es uns gelingt, auf Augenhöhe respektvoll und offen zu kommunizieren, brauchen wir vor allem eine positive Einstellung unserem Gesprächspartner gegenüber. Die Erfolgsgeschichte jeder cross-kulturellen Begegnung fängt bei uns im Kopf an. Ein Perspektivenwechsel und Empathie, sowie ein Infragestellen der Plausibilität eigener Handlungen, die als »normal« bei uns, aber vielleicht nicht unbedingt überall auf der Welt empfunden wird, sind bei interkulturellen Kontakten sehr wichtig. Wird die Kenntnis der eigenen Perspektive um das Wissen über andere Kulturräume bereichert, bringt dies noch mehr Sicherheit. Allerdings können keine Kommunikationsstrategien und kein Wissenspaket auf dieser Welt eine positive Einstellung ersetzen. Ein positives Menschenbild kann Wunder bewirken.

Wohin geht Ihre Reise in der Zukunft?

Meine persönliche Reise wird in der Zukunft immer wieder nach Krakau gehen, die Stadt, mit der ich wunderschöne Erinnerungen verbinde. Ansonsten bin ich für neue Ziele auf der Weltkarte offen und freue mich auf die Perspektive, auf meinem Lebensweg weiterer Entdeckungen zu machen.

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© istockphoto.com/Alan Tobey

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