Markus Lesweng

Markus Lesweng, Baujahr 1985, wurde in Köln geboren und ist – zumindest ein Stück weit – dort auch erwachsen geworden. Nach jugendlichen Engagements als Zauberhändler und Kindergärtner studierte er in seiner Heimatstadt erfolgreich Volkswirtschaftslehre mit den nur scheinbar gegensätzlichen Schwerpunkten Statistik und Prostitution.

Kurz nach dem Abschluss infizierte er sich mit (bis heute ungeheiltem) Reisefieber und verbrachte den besseren Teil von zwei Jahren mit einer Rundreise durch Australien, Neuseeland und Polynesien. Während dieser Zeit verdiente er seine Brötchen unter anderem als Cowboy, als Ziehvater für verwaiste Kängurus und mit der Zucht australischer Salzwasserkrokodile.

Nach seiner Rückkehr auf die Nordhalbkugel war er in Russland und Deutschland als Berater für Flughäfen aktiv. 2016 emigrierte er nach Bayern und arbeitet seither für den Flughafen München.

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Interview

Vollständiger Name: Markus Lesweng

Geboren: 1985 in Köln

Warum sind Sie Autor/in geworden?

Es ist die einzige Möglichkeit, meine kreative Ader auszuleben. Ich male wie ein Dreijähriger. Ich kann auch für Geld nicht singen. Ich habe das Rhythmusgefühl eines Sandsacks und auch mit dem Ausdruckstanz hapert es. Zu Schulzeiten war ich stets das Kind mit der Triangel. Zum Glück fällt mir das Schreiben leicht!

Was empfinden Sie an Reisen als lohnenswert?

Aus dem Alltag herausgerissen zu werden und ein kleines Abenteuer zu erleben. An Orte zu gehen, die exotisch sind; an Orten zu bleiben, die schön sind. Reisen garantiert eine Abwechslung, die kein anderes Hobby bieten kann. Ganz nebenbei lernt man nicht nur ändere Länder besser kennen, sondern auch sich selbst. Und dazu kommen die Erinnerungen: Mit Leichtigkeit kann ich mich an ganz spezielle Momente, Menschen und Eindrücke erinnern, die ich auf Reisen erlebt habe – und an diesen Erinnerungen kann ich mich erfreuen, bis ich alt und klapprig bin.

Welcher ist für Sie der schönste Platz der Welt?

Es gibt zu viele heiße Kandidaten, um sich auf einen einzigen Ort festzulegen. In lethargischen Momenten ist es das eigene Bett, bei Fernweh Neuseeland, bei Heimweh die Alpen, beim Tagträumen eine einsame Insel, bei der Sehnsucht nach Exotik Australien.

An welcher Expedition hätten Sie gerne teilgenommen oder würden Sie gerne teilnehmen?

An jeder Reise, wie sie von Jules Verne erzählt wurde.

Welches kulturelle Missverständnis nagt immer noch an Ihnen?

In Russland einen nicht korrupten Polizisten zu finden, das traf mich völlig unvorbereitet.

Haben Sie eine Erkenntnis, die Sie loswerden möchten?

Deutschland ist gar nicht so schlecht!

Wohin geht Ihre Reise in der Zukunft?

Die Wunschliste ist lang und umfasst ganz unterschiedliche Ecken der Welt, von Nepal bis Bolivien, von Vanuatu bis Namibia. Und immer wieder zieht es mich in die Alpen.

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